... weil Bestattungskultur Menschensache ist ...

Die FUNUS Stiftung fördert Projekte, die einen Zugang zu den Themen Tod und Bestattung schaffen und eine  Auseinandersetzung ermöglichen. Des Weiteren initiieren wir Veranstaltungen und Publikationen, in denen der Tod und die Bestattung für verschiedene Adressaten thematisiert werden. Ziel der Stiftung ist, einen Beitrag zum Erhalt der Bestattungskultur zu leisten.

Wir Menschen unterscheiden uns vor allem durch unser Bewusstsein vom Tod von anderen Lebewesen. Wir haben eine bestimmte, undefinierte Lebenszeit, wir sind endlich. Der Tod als letzte Instanz unseres Lebens wurde über viele Jahrtausende vom Menschen rituell begleitet und kulturell eingebettet.

Die Bestattung ist ein wichtiger Teil einer Endlichkeitskultur, in der sich der Mensch darüber bewusst ist, dass er sterben wird und damit diesem Teil des Lebens einen gestaltbaren Rahmen gibt.

Heute leben die Menschen, als gäbe es keine zeitliche Beschränkung ihres Daseins. Die Medizin gibt vor, das Leben verlängern zu können, und versucht, den Tod als wichtigen Teil des Lebens oft zu verhindern. Die Sterbekultur muss unter diesen Umständen erst neu entwickelt werden.

Die moderne Bestattungskultur hat sich in vielen Fällen von einer kulturellen Inszenierung des Übergangs zu einer Pflichtaufgabe der Angehörigen entwickelt. Bei den Gedanken darum geht es meist um Kosten und Machbarkeit.

Die Auflösung bestattungskultureller und religiöser Traditionen hat eine leere Stelle hinterlassen. Dieser Leerraum bietet neue, individuelle Möglichkeiten, Bestattungen zu gestalten. Um diese Chance zu nutzen, ist es notwendig, sich mit dem Tod auseinander zu setzen. Denn:

Der Tod ist, - wie auch die Geburt - ein wichtiger und notwendiger Teil des Lebens.

Ziel der Stiftung ist es, diese Auseinandersetzung zu ermöglichen: Beim jährlich stattfindenden Symposium zur Bestattungskultur werden aktuelle Fragen von Fachleuten diskutiert. Die geförderten Projekte eröffnen einen neuen Blick auf die Kultur des Todes und der Bestattung. Bestattungskultur ist Menschensache, und als solche sollte sie auch von Menschen gestaltet werden. Dafür setzt sich die FUNUS Stiftung ein.

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