Erklärung zur Klimafrage im Bestattungswesen


Nach dem Tod eines Menschen muss der Körper in Form einer Bestattung „unsichtbar“ gemacht werden. In Deutschland werden sowohl Erd- als auch Feuerbestattungen vorgenommen. Im Zuge der aktuellen Diskussionen, stellt sich auch hier die Frage: Welche Bestattungsart ist besser für die Umwelt und das das Klima?

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Die Aspekte einer Bestattung sind vielfältig. Sie umfassen den Energieeinsatz bei der Feuerbestattung ebenso wie die Verwendung von Sarg und Sarginnenausstattung, den Grabaushub und einen Grabstein sowie den Blumenschmuck. Da jede Bestattung individuell ist, ist eine pauschale Aussage nicht möglich.

Betrachtet man jedoch allein die Zersetzungsprozesse des Körpers, also die Verwesung der Leiche im Boden oder die Verbrennung im Ofen, so schneidet die Feuerbestattung besser ab.

Durch den Einsatz carbonhaltiger Brennstoffe, meist handelt es sich dabei um Erdgas, entsteht CO2. Die Menge ist vergleichbar mit einem Heiztag einer Kleinfeueranlage. Dieses Gas hat jedoch ein weitaus niedrigeres Treibhauspotential als Methan (CH4). Dieses wird neben Schwefelwasserstoff und Ammoniak, die ebenfalls Treibhausgase darstellen, bei der Verwesung im Boden freigesetzt. 

Seit 2005 ist die Ablagerung von organischen Stoffgemischen (Deponierung) in allen EU-Mitgliedstaaten nicht mehr zulässig. Hintergrund ist die unkontrollierte, hinsichtlich Art, Ausmaß und Dauer unzureichend abschätzbare Freisetzung von Luftverunreinigungen und Sickerwasser. Aus Umweltschutzgründen werden derartige Stoffgemische seitdem thermisch behandelt, bevor sie einer fachgerechten Lagerung zugeführt werden. Würde man auf die Bestattung allein das Umweltrecht anwenden, müsste der menschliche Körper als organisches Stoffgemisch folgerichtig der Einäscherung zugeführt werden. Dies widerspräche aber unserer in Jahrhunderten ausgeprägten Bestattungskultur. Die Erdbestattung ist eine tradierte Form des letzten Weges und fest mit der christlichen Kultur verbunden.

„Der Tod ist ein gesellschaftlich schwieriges Thema, doch er gehört nun mal dazu. Es geht dabei auch um Fragen der Effizienz, aber viel mehr um eine Kultur des Abschieds und Gedenkens. Wir heißen es gut, dass ökologische Aspekte immer wichtiger werden, doch wir hoffen, dass die Bestattungsentscheidungen frei und nicht mit einem schlechten Gewissen getroffen werden“, sagt Frank Pasic, Vorstand der FUNUS Stiftung.

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