Das 10. Symposium der FUNUS Stiftung

Zum zehnten Mal lädt die FUNUS Stiftung zum Symposium ein. Am 12. Mai 2022 wird der würdevolle Umgang mit Verstorbenen thematisiert. Die Veranstaltung mit dem Titel >> Was bleibt? << findet erstmals im Zentrum für Endlichkeitskultur im Kabelsketal statt. Die Tagungspauschale für das ganztägige Symposium beträgt inklusive Catering 205,00 Euro.

Die Anmeldung sind ab sofort per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Kontaktformular möglich. Schicken Sie bitte die Anzahl der teilnehmenden Personen und die Rechnungsadresse mit. Sie erhalten anschließend eine Rechnung. Die Anmeldung ist erst mit Eingang des Rechnungsbetrages verbindlich. Eine Stornierung der Anmeldung ist bis zu sieben Tage vor Veranstaltung kostenfrei möglich.


Programm

Ewige Ruhe? Zur würdevollen Beräumung von Gräbern

Uwe Brinkmann | stellvertretender Vorsitzender des VFD

Auch nach Ablauf von Ruhe- und Nutzungszeit können auf Friedhöfen Knochen, Schmuckurnen, aber auch Grabbeigaben zu Tage treten. Nur einige wenige Landesgesetze fordern hier eine an die eigentliche Bestattung anschließende "Endbeisetzung" Wie also lässt sich hier eine würdevolle Handhabung garantieren und wie geht die Praxis mit diesen Funden um?


Immer noch da? Über den Umgang mit Wachsleichen

Prof. Dr. Dr. Tade Spranger | Jurist aus Bonn

Deutsche Friedhöfe rechnen mit einer Verwesungszeit von ca. 20 bis 30 Jahren. Doch immer wieder kommt es beim Ausheben von Gräbern zu Überraschungen und Friedhofsmitarbeiter finden eine sogenannte Wachsleiche. Bei diesen ist die Verwesung nicht vollständig oder fast gar nicht erfolgt und es stellt sich die Frage, was dann zu tun ist. Prof. Dr. Dr. Tade Spranger stellt die Problematik vor und beantwortet die Frage, wie mit Wachsleichen aus ethischer und juristischer Sicht umgegangen werden muss. 


Green Burial – Zum ökologischen Wert der Bestattungsformen

Frederike Dirks | Doktorandin an der Universität Hamburg

Die Nachhaltigkeits- und Klimaschutzdebatte, die spätestens seit den jüngsten Naturkatastrophen immer verbissener geführt wird, hat längst auch unsere Bestattungskultur erreicht. Die tradierten Bestattungsformen werden hinterfragt, neue Bestattungsformen wie die Resomation werden als umweltschonende Alternative ins Feld geführt. Doch welchen „ökologischen Wert“ haben die unterschiedlichen Bestattungsformen tatsächlich? Frederike Dirks verschafft einen Überblick über verschiedene Studien.


Muss das jetzt sein? Zur Betrachtung der Leiche als Umweltproblem

Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Birnbacher | Philosoph

Die ökologische Frage wird inzwischen auch bei der Bestattung gestellt. Des Weiteren finden Vergleiche zur Ökobilanz zwischen den Bestattungsarten statt und es wird ein Druck zur Wahl der „richtigen“ Bestattung erzeugt. Mit dieser Fokussierung auf korrektes Verhalten selbst im Tod, kommen ethische Fragen auf. Ist es vertretbar, die Bestattungsformen derart zu vergleichen? Wie frei sind die Entscheidungen am Lebensende und was kann gesellschaftlicher Druck zum richtigen Handeln in dieses Lebensphase bedeuten? Diesen und anderen Fragen stellt sich Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Birnbacher.


Bleibt die öffentliche Ruhestätte? Zur Gegenwart und Zukunft der Friedhöfe.

Prof. Dr. Thomas Klie | Theologiesche Fakultät der Universität Rostock

Wie sehen die Friedhöfe der Zukunft aus? Ein Forschungsprojekt der Universität Rostock hat sich dieser Frage angenommen. Untersucht wurde, wie der Friedhof aktuell öffentlich wahrgenommen wird und wo die Reise hingehen wird.


Wo bleibt die Verantwortung? Grabsteine aus Kinderarbeit

Prof. Dr. Dr. Tade Spranger & Charlotte Noack | Universität Bonn

Grabsteine und -einfassungen aus Kinderarbeit beschäftigen seit einigen Jahren nicht nur die Gerichte, sondern vor allem auch die Gesetzgeber. Zahlreiche Landesparlamente haben sich diesem medienwirksamen Thema in jüngster Vergangenheit sehr intensiv gewidmet und detallierte Regelungen verabschiedet. Gleichwohl stellt sich die Frage, ob die bestehenden Vorschriften "funktionieren". Der Vortrag beleuchtet Regelungslücken ebenso wie Vollzugsdefizite und entwickelt Vorschläge für eine künftige Handhabung.


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